4/2020 Lektion 07

Aus SabbatschulWiki

Anbetung in der Erziehung

I: Gemeinschaft + Aktivitäten

Gemeinschaft

  • Wofür in den vergangenen Tagen seid ihr dankbar?
  • Im Rückblick auf die Herausforderungen der vergangenen Tage: Wo wünscht ihr euch Gebetsunterstützung?
  • Was hat euren Glauben gestärkt oder herausgefordert?
  • In welchen Lebensbereichen möchtet ihr wachsen und wünscht euch Unterstützung?
  • Welche eurer Gebetsanliegen möchtet ihr mit der Gruppe teilen?

Ideen für Aktivitäten
Wir tauschen uns über unsere aktuellen Missionskontakte und -projekte aus, sammeln neue Ideen und beten um die Führung Gottes zur Erfüllung unseres Auftrags, Jünger zu machen. Hier gibt es folgende Ideen-Sammlungen /-Anregungen:

Schließt den Teil I mit einem Gebet ab. Betet für eure diakonischen und missionarischen Anliegen.

II: Wir studieren die Bibel

  • Fragen zur Botschaft des Wortes (Was war die Botschaft im historischen Kontext)
  • Fragen zur Relevanz der Botschaft für uns heute
  • Fragen zur praktischen Umsetzung der Botschaft
  • Fragen, die zur Weitergabe des gelernten anregen


Mögliche Einstiegsfragen:

  • Können wir jemanden anbeten, ohne dabei die Hände zu falten und bewußt ein Gebet zu sprechen? (Beten hat weniger mit der Körperhaltung zu tun als mit unserer geistigen bzw. geistlichen Haltung. Wir beten das, an wovon wir am meisten begeistert sind. Das können Gegenstände wie Autos sein, aber auch unsere Mitmenschen wie zum Beispiel Superstars.)
  • Wozu, meint ihr, hat Gott uns die Gabe des Gebetes geschenkt? Er hätte ja auch Menschen erschaffen können, die grundsätzlich nicht das Verlangen nach einem Gebet haben. Was hat der Mensch davon? Was hat der allwissende Gott von unserem Gebet?
  • Wie konnten die Gebete von Adam und Eva gewesen sein, als sie noch direkten Zugang zu Gott hatten und ihn de facto sahen? Meint ihr, sie haben bald nachdem sie erschaffen wurden, zum ersten Mal gebetet? (1. Mose 2 und 3) (Wir wissen es nicht, da die Bibel darüber keine Auskunft gibt. Die Frage ist dazu geeignet, die Mitglieder der Sabbatschulklasse darüber zum Nachdenken anzuregen.)
  • Wer bereits als Kind in der Gemeinde war: Wie hat euch das gemeinsame Gebet mit den Eltern geprägt? Was war daran gut? Was würdet ihr als die nächste Elterngeneration besser oder anders machen wollen? (Die Frage kann für manche sehr intim sein. Je nach Gruppenzusammenstellung kann sie aber trotzdem gestellt werden. Ziel der Frage: Reflexion, also Nachdenken über die Wurzeln des eigenen Gebetslebens.)
  • Kann das gemeinsame Gebetsleben als Paar und eventuellen Kindern die eigene Beziehung bereichern? Wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr persönlich damit machen dürfen?

Wir beten alle etwas an

  • Fragen zur Botschaft:
    • Welche könnten die Gründe sein, warum in allen uns bekannten alten Hochkulturen Gebete eine zentrale Rolle spielten und der wahre Gott als auch eine Vielzahl an Götter angebetet wurden? Warum könnte das so wichtig gewesen sein?
    • Oft wurden Figuren angebetet. Warum will Gott nicht, dass er in solchen Figuren dargestellt wird? Welchen Einfluss hätte das auf unser Gottesbild? (Mögliche Antwort: Ein Gott, der das gesamte Universum mit tausenden Sonnensystemen erschaffen hat, kann nicht in eine Figur gepfercht werden. Er ist zu allmächtig, dass wir ihn uns bildlich vorstellen können. Aber trotzdem liebt er uns innig.)
    • Wir sind für unser Leben verantwortlich. Dazu gehört eine gute Ausbildung und eine entsprechende Einkommensquelle. Wie bewahren wir uns davor, dass unser Beruf uns wichtiger wird als die Beziehung zu Gott? (Das ist vor allem dann wichtig, wenn man seine Arbeit mit großem Enthusiasmus macht oder wenn man selbst ein Unternehmen aufbaut. Je mehr man „unternimmt“, desto mehr ist man mit dem Herzen dabei.)
  • Fragen zum Text:
    • Daniel 3,13-30. Das ist die Geschichte von den drei Freunden des Propheten Daniel namens Sadrach, Mesach und Abednego, als sie von Nebukadnezar in den Feuerofen geworfen wurden. Wie haben die drei hier gebetet? Welches Zeugnis war ihr Gebet? Was sagt es über ihre Beziehung zu Gott aus? Wie hat Gott ihr Gebet erhört? Was könnte das bei den jeweiligen anwesenden Personen bewirkt haben? An Ort und Stelle und später, als sie das zu Hause in ihrem Familienkreis erzählten? Wie könnte die Erzählung des Gebetes auf die Frauen und Kinder gewirkt haben? Könnte es etwas gewesen sein, dass sie noch von keinem ihrer Götter kannten? (Analogie zu uns heute: Wir wissen nie, wie unsere Worte und Taten wirken. Es kann sein, dass sie dort am meisten wirken, wo wir es am wenigsten vermuten.)
    • Offenbarung 14,6-12. Was lehren uns diese Verse im Hinblick auf die Anbetung, insbesondere kurz vor dem Zeitpunkt, an dem Gott die Weltgeschichte abschließen wird?

Und verkündigt es ihren Kindern

Gott hat bereits im Garten Eden mit Adam und Eva die Familie "erfunden". Sie stellt die Keimzelle jeder Gesellschaft dar, ist aber durch bestimmte Strömungen in den letzten Jahrzehnten vor allem in der westlich geprägten Welt massiven Angriffen ausgesetzt. Das unterscheidet uns von Familien im alten Israel.

Wie können wir trotzdem unsere Kinder zu einem Gebetsleben erziehen, das auch uns selbst gleichzeitig immer wieder an Gott erinnert? Im Alten Testament waren das beispielsweise das regelmäßige Singen der Psalmen.

  • Fragen zum Text:
    • Psalm 78,1 bis 17. Welche ist die elementare Aussage dieses Textes? (Es geht um den Umgang Gottes mit Israel.)
    • Psalm 78, 6 bis 17. Was sollte das Volk Israel seinen Nachkommen lehren? Und warum oder wozu? Welchen Bezug hat das auf das Ziel, welches Gott ursprünglich mit Israel hatte? Warum braucht Gott Menschen, die eine ihm gefällige Erziehung genossen haben? Wenn Gott alle Menschen gewinnen will, warum braucht er dann Christen dazu? Können das nicht auch Engel übernehmen? Oder arbeiten oft wir Christen und Engel zusammen, ohne es zu wissen?
  • Fragen zur Botschaft:
    • Wie lehren wir unseren Kindern, auf Gott zu vertrauen? Welche Rolle spielt unser persönliches Vorbild dabei?
    • Welche Rolle spielt die Gemeinde, zum Beispiel die Lieder in der Kindersabbatschule, dabei? Sind wir bei der Auswahl weitblickend genug?
    • Warum ist es so wichtig, aus der Geschichte zu lernen? Reicht es, bloß die jeweiligen Geschichten zu lesen oder zu erzählen oder müssen wir auch die zugrundeliegenden Prinzipien selbst erkennen und dann unserem Nachwuchs in ihrer Sprache kommunizieren? Fällt uns das immer einfach? Wenn ja, wie können wir das lernen, sodass es einfach wird.

Im Geist und in der Wahrheit

Wie hat Jesus Erziehung (bei Erwachsenen) gelebt? Ein Beispiel dafür ist der Dialog mit der Frau am Jakobsbrunnen. Dabei verändert Jesus das Leben dieser Frau und gleichzeitig geht es dabei um Anbetung.

  • Fragen zum Text:
    • Johannes 4,7-26. Was bedeutet es, "im Geist und in der Wahrheit" Gott anzubeten? Kann man den wahren Gott auch falsch anbeten? (Hier die Hinweise im Heft (Seite 84 Mitte) verwenden!) Wenn ja, kann es sein, dass wir dann nicht den gesamten Segen, den er uns schenken will, abrufen? Was sagt der Dialog über die Art aus, wie Jesus seine Mitmenschen lehrte und so ihr "Erzieher" war?
  • Fragen zur Botschaft:
    • Blicken wir in unser eigenes, persönliches Gebetsleben. Sind wir uns sicher, dass wir Gott "im Geist und in der Wahrheit" anbeten? Hat das etwas mit unserer Körperhaltung beim Gebet zu tun oder mit der inneren Einstellung unseres Herzens? (Matthäus 6, 5-14)
    • Kann es sein, dass schöne Rhetorik und sorgfältig ausgewählte Worte, mit denen andere beeindruckt werden sollten, oft kontraproduktiv und nicht im Sinne Gottes sind?
    • (Es geht ihm ja nicht um brillante Worte, sondern vielmehr um unsere ungeschminkte Ehrlichkeit ihm gegenüber, gleichzeitig müssen wir so predigen, dass unsere Worte nicht langweilig sind. Wie löste Jesus diesen scheinbaren Widerspruch?)

Heilige Herrlichkeit

  • Fragen zum Text:
    • 1. Chronik 16,1 bis 36. Was sagt der Text über Anbetung aus? Immerhin geht es dabei um die Bundeslade, einem der heiligsten Gegenstände im Alten Testament. Ist das Lied des David auch eine Anbetung? Wenn ja, wie ist Gesang idealerweise eine Form von Anbetung
    • 1. Chronik 16,29. Was bedeutet "die heilige Herrlichkeit" Gottes? Wie können wir das heute verstehen? Wie können wir vor "sein Angesicht" kommen?
  • Fragen zur Botschaft:
    • Wie sollte unsere Herzenseinstellung sein, wenn wir einen "herrlichen Gott" anbeten? Vergessen wir dabei nicht, dass Gott die gesamte Welt geschaffen, in Jesus Christus uns erlöst hat und eine wunderbare, unendlich ewig andauernde Zukunft für uns bereitet hat.
    • Offenbar war Musik bereits im Alten Testament ein Teil des Gottesdienstes. Wie können wir durch Musik auch unsere Kinder Gott näher bringen? Kann Musik uns zur "Anbetung erziehen?" (Hier ist bewußt der Titel der Wochenlektion gewählt worden.)
    • Kann es sein, dass die Überbetonung von Rhythmus im Anbetungsgesang unsere Aufmerksamkeit weg von Gott und hin zur Melodie lenkt? Wenn ja, was können wir dagegen tun? (Da wir alle unterschiedlich auf Musik reagieren, können die Antworten auf diese Frage auch sehr unterschiedlich ausfallen und somit in eine Diskussion enden.)

Götzendienst in der Erziehung

Wie das alte Israel sind auch wir heute von "Heidentum" umgeben. Damals waren es Götzendienste, heute ist es eine Mischung aus diversen Ideologien und Wissenschaften, die im direkten Widerspruch zur Bibel stehen und uns durch Medien, Ausbildungen und sozialer Umgebung kommuniziert werden. Das Phänomen und die zugrundeliegenden Prinzipien sind also gleich geblieben, nur deren Ausfromung hat sich verändert. Welche Auswirkungen kann das sowohl auf unsere Anbetung als auch - und das ist vielleicht wichtiger - auf unsere Erziehung haben?

  • Fragen zum Text:
    • Markus 7,1 bis 13. Insbesondere die Verse 7 bis 9 sind auch für uns wichtig. Hier heißt es: "Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind." Welche sind gerade heute (aktuell) Menschengebote (außer die Veränderung des 4. Gebotes)? Wie können wir ihnen begegnen? Welche Rolle spielt unsere Verbindung zu Gott dabei?
  • Fragen zur Botschaft:
    • Welche Ideologien und Strömungen des Zeitgeistes stehen im Widerspruch zur biblischen Lehre? Wie können wir verhindern, dass diese Teil unseres Welt-, Glaubens- und Gottesbildes werden?


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