3/2016 Lektion 04

Gerechtigkeit und Gnade im Alten Testament (II)

Ziel

Der Welt den gütigen Charakter Gottes zeigen

Gliederung

  1. Lebendig werden - Sonntag
  2. Kanäle für Gott werden - Montag
  3. Die Rolle deiner Gemeinde - Dienstag
  4. Das Erlassjahr und die Erlösung - Mittwoch
  5. Die Gemeinde - Werkzeug der Verwandlung - Donnerstag

Startfragen

  • Wenn ein Staatsoberhaupt einen rechtmäßig verurteilten Verbrecher begnadigt, dann lässt es „Gnade vor Recht" ergehen. Menschliche Gnade setzt also die Gerechtigkeit beiseite. Barack Obama verkündete nach dem Tod von Osama Bin Laden: “Der Gerechtigkeit ist Genüge getan.” Kannst du diesem Satz zustimmen? Hat Bin Laden diese Strafe verdient?
  • Wonach schreit der Mensch unserer Zeit mehr: nach Gnade oder Gerechtigkeit?
  • Was heißt, gerecht zu sein? Was heißt, gnädig zu sein?
  • Im Merktext wird von fließendem Wasser gesprochen. Welche Bedeutung hat „Wasser“ für euch persönlich?
  • Was würdet ihr bereit sein, für Gott zu tun, wenn es sein Wille für euch ist? (Z. B. wie diese Familie ihr Heim aufgegeben hat, um in eine neue Stadt zu ziehen und die Menschen dort mit Gottes Botschaft zu erreichen.)
  • Oder: Was habt ihr bereits für Gott aufgegeben und wie ist es euch danach ergangen?
  • Im Duden wird Hoffnungslosigkeit mit Worten wie "Aussichtlosigkeit", "Ausweglosigkeit", "Sackgasse" oder "Verzweiflung" definiert. Hoffnungslosigkeit kann zum Tod führen. Warum ist jener verloren, der aufgibt?
  • Weshalb sind Hoffnung und Zuversicht wichtig?
  • Der "Brockhaus" definiert den Begriff Hoffnung folgend: "Hoffnung bezeichnet den Grund und die Voraussetzung für Veränderung sowie für jeglichen Fortschritt im Sinne der Verbesserung eines gegenwärtigen Zustandes." Wie wird die Gemeinde ein Hort der Hoffnung?

Tage

Sonntag: Lebendig werden

Hesekiel 37,1-14; Epheser 2,10

  • Es ist schon - zugegeben - eine makabre Vision, die Gott hier seinem Diener Hesekiel zeigt. Fast wie Albtraum, wie ein Abschnitt aus einem Horrorfilm, so mutet dieses Erlebnis an. Wenn man diese Vision in die Geschichte damals projiziert, wann, wo und wer war damals betroffen?
  • Lies Hesekiel 37,11-14. Was bedeutet dieser Gottesspruch?
  • Wie ist es möglich, körperlich lebendig und geistlich tot zu sein?
  • Wo siehst du deine Aufgabe, wenn du dich plötzlich von Gott in deiner Lebensführung auf ein großes weites Totenfeld gestellt siehst?
  • Wie schafft Gottes Wort heute geistliches Leben mitten unter uns?
  • Wenn Gott aus reiner Gnade geistliches Leben schenkt, wie ist es dann möglich, dass nach einer gewissen Zeit  nur noch „Gebeine“ übrig bleiben?
  • Inwiefern spielt dabei die freie Entscheidung eine Rolle?
  • Wenn Gott zum Leben erweckt, wofür tut er das? Was hat er dabei im Sinn?
  • Wir sind leider oft für unsere eigenen Fehler und Mängel blind. Woran kann ich erkennen, dass ich geistlich erweckt bin? (Siehe Epheser 2,10)
  • Hat sich diese Prophezeiung einer wiederauferstandenen Nation erfüllt oder nicht?


Montag: Kanäle für Gott werden

Hesekiel 47,1-8, Mat. 5,16

  • Versetzen wir uns in die Zeit, in der Gott Hesekiel etwas schauen hat lassen. Wie können wir heute eine Vision, wie Gott sie uns persönlich sehen lassen will, in unsere Gemeinde bringen?
  • Haben wir noch die Geduld und Zeit, uns auf das zu konzentrieren? Was meint ihr dazu?
  • Lassen wir Gott in unserem Leben Einfluss nehmen, sodass wir nicht unseren Gedanken folgen, sondern dem göttlichen Vorbild Jesu?
  • Sind Hilfsbereitschaft, Vergebungsbereitschaft, Freundlichkeit, Aufrichtigkeit und Großzügigkeit in unserem Alltag erkennbar?
  • Welche Gründe haben wir für ein persönliches Zeugnis?
  • Wäre es möglich, dass dein Mitmensch dadurch Gott kennenlernen will?
  • Jesus spricht in der Bergpredigt von Taten, welche sein Volk setzten soll. Er spricht vom Licht, dass Leuchten soll und dass durch die guten Werke, ander Gott preisen werden. Will Jesus uns hier Werksgerechtigkeit einsuggerieren?
  • Wie sehen Kollegen, Fremde, Arbeitskollegen uns Adventisten allgemein? Sehen sie uns in einem Licht, welches nicht auf Jesus hinleuchtet?
  • Was für Erfahrungen habt Ihr mit Eurer Hilfsbereichtschaft, mit Euren täglichen guten Werken (Pfadfindergrundsatz) gemacht.


Dienstag: Die Rolle deiner Gemeinde

Hesekiel 47,12; Offenbarung 22,1-2

  • Welche Wirkung hat gesundes, reines Wasser auf Menschen, Tiere und Pflanzen?
  • Was für eine Bedeutung hat Wasser, welches nach Osten aus dem Tempel Gottes fließt?
  • Je weiter der Strom vom Tempel wegfließt, desto größer wird er und macht das Land immer fruchtbarer. Das Tote Meer soll von Fischen wimmeln. Was will Gott Hesekiel bzw. uns damit sagen?
  • Heute ist das Tote Meer salziger denn je, da die Israelis das Wasser, welches in das Tote Meer münden würde, vorher abzweigen und zum bewässern nehmen. Was bedeutet der Hinweis, dass Blätter nicht verwelken, die Bäume monatlich neue Früchte bringen?
  • Welchen Vergleich können wir ziehen: reines Wasser - Gemeinde Gottes?
  • Wie bzw. wodurch können wir zu einer Quelle lebendigen Wassers werden?
  • Wie könnte unsere Gemeinde von dieser Lebensquelle neu belebt werden?
  • Wie könnte sich diese Belebung auf unsere Mitmenschen und Umwelt auswirken?


Mittwoch: Das Erlassjahr und die Erlösung

Jesaja 61,1-11; Lukas 4,18

  • "Welche der GEIST GOTTES treibt, die sind Gottes Kinder" (Römer 8,14). Einem aufmerksamen Bibelleser ist die "Frucht des Geistes" aus Galater 5 wohl bekannt. Inwiefern spiegelt allerdings auch das AT in Jesaja 61,1-7 jene "Frucht" des GEISTES GOTTES (V1) wider?
  • Wie würdet ihr anhand von Jesaja 61,1-7 jemandem ganz praktisch und lebensnah erklären, was der Heilige Geist im Leben eines Christen bewirken will?
  • Was zeichnet laut Jesaja einen wahren "Gottes-Diener" (V6) aus? Scheinbar ist es mit einem rein rituellen Sabbatvormittags-"Gottes-Dienst" nicht getan. Lies dazu auch Lukas 4,18.
  • "Kleider machen Leute" heißt es doch. Welche Gedanken kommen euch diesbezüglich, wenn ihr Jesaja 61,10 lest?
  • Kleider lassen sich sehen. Warum ist es für uns als Gemeinde oder als einzelne Gläubige notwendig, Gottes "Kleid-Geschenk" (V10) anzuziehen, um gesehen zu werden (V9)?
  • Wie machst du deinen Nachbarn, Freunden und Verwandten den "Kleiderstil" Gottes schmackhaft (V10)?


Donnerstag: Die Gemeinde - Werkzeug der Verwandlung

Micha 6,1-16

  • Welches Gottesbild kannst du in diesen mahnenden Worten Gottes an sein Volk erkennen? Ein richtender, beleidigter oder sich sorgender Vater?
  • Was bedeutet es das Gott Berge und Hügel als Zeugen aufruft?
  • Was möchte Gott seinem Volk, mit den Fragen, bewusst machen? Worauf möchte Gott das Volk aufmerksam machen?
  • Im Rückblick auf die Geschichte Balaks und Bileams: Bileam konnte nur Gottes Segen weitergeben, obwohl Balak wollte, dass er das Volk verflucht. Übertragen auf uns heute: Was bedeutet das für uns, dass Gott uns segnen möchte auch wenn es andere schlecht mit uns meinen?
  • Gibt es dazu persönliche Erfahrungen aus der Runde?
  • Was hat es für Folgen für Gottes Volk, wenn Gott zum Rechtsstreit aufruft?
  • Warum wird in den ersten zwei Versen vor den Bergen und Hügeln ausgerufen?
  • Welche extrem kontroverse Beschreibungen finden wir in dem Vers 8 gegenüber den Versen 12 und 13?
  • Was können wir von den Versen 14 und 15 auf unser heutiges Gemeindeleben übertragen, wenn wir nicht die Mahnungen von Vers 8 berücksichtigen?
  • Was für ein Bild entsteht in dir, wenn du Vers 8 für deine Gemeinde und Umgebung anwendest?
  • Die Israeliten haben den Herrn behandelt, als wären nicht sie an ihm, sondern er an ihnen schuldig geworden. Ist es dir auch schon passiert das du selbstverschuldet in Nöten gekommen bist und du die Schuld bei Gott gesucht hast? Was kann uns davor bewahren? Welche Aussagen im Text geben uns dazu eine Antwort?
  • Was hilft uns die oftmaligen Erfahrungen mit Gott, wo er uns geholfen hat, nicht zu vergessen?