Übersicht zum Viertel von Thomas Wagner

Aus SabbatschulWiki

Übersicht über das III. Quartal 2019

Das Thema im III. Quartal 2019 ist „Sozialer Dienst“. Soziale Dienste waren nicht Priorität für die Advent-Pioniere. Schauen wir dagegen in die Bibel, so wurden von der jungen Christengemeinde in Jerusalem soziale Dienste organisiert, bevor Gläubige gezielt ausgesendet wurden oder andere administrative Ämter vergeben wurden.

Was antwortest Du, wenn Dich ein Mit-Mensch folgendes fragt: „Du sagst, du hast Gutes (Evangelium) für mich, und kommst dann nur mit schönen Worten? Warum lässt du mich nicht erleben, dass du etwas Gutes hast? Wie soll ich dir glauben, dass diese Botschaft auch für mich etwas Gutes ist, wenn du nicht siehst, was ich brauche?“

Gott bewertet seine Schöpfung/Kreation als gut und fehlerfrei – trotzdem lässt er Adam erleben, dass dem einzelnen Menschen ohne ein Gegenüber / An der Seite stehender etwas fehlt. Gott gibt dem Menschen, der also einen Mangel schon erfahren hat, den Auftrag der Für-Sorge über seine Welt. Dies erfordert Aufmerksamkeit ohne Überheblichkeit im Umgang miteinander (1.). Später im Lauf der Geschichte sucht sich Gott ein Volk aus (das kleinste, siehe 5. Mo 7, 6-8; Jes. 43, 3+4) und beschenkt es nicht nur mit Freiheit, sondern auch mit Verordnungen, die Ordnung / Schutz / Zukunft / Ausgleich / Sicherheit für alle bedeuten. Bei Beachtung aller Verordnungen versprach Gott erstaunliche positive Entwicklung (Wohlstand), die eine hochentwickelte Kultur (Arbeitsteilung – eine ganze Sippe, die Leviten, würden nicht selber Felder bestellen müssen) ermöglichen würde (2.) Der von Gott eingesetzte Sabbat ist der Ruhetag, für Adam und Eva jedoch der erste Tag, den sie vollständig gemeinsam erleben, ein Zeichen dafür, dass Gott die Kraft schenkt, bevor sie benötigt wird. Als Ruhetag ist er Quelle der Kraft für den Alltag, besonders nach dem Sündenfall → Gott beschenkt uns, damit wir Pause machen können! Dieses Geschenk gilt allen Menschen, nicht nur Adventisten – und für jede Generation neu (siehe Sabbat- / Erlassjahr) (3.).

Gottes Welt funktioniert nach seiner Ordnung – und er hat auch Rechtsordnungen geschaffen. Wenn Menschen sich nicht daran halten, geschieht Unrecht. Gott möchte nicht, dass wir selber „Recht schaffen“, für Gerechtigkeit sorgen – dies sollen wir Gott überlassen. Das führt zum Ruf nach Gottes Gerechtigkeit, wenn uns Unrecht getan wurde und zur Hoffnung auf Gottes Gnade, wenn wir Unrecht getan haben (4.)? Gottes Volk soll beispielhaft vorleben, dass Sein Willen und Seine Gebote gut für den Einzelnen und das ganze Volk sind. Leider gab es immer wieder Zeiten, in denen Gottes Volk dies nicht geschafft hatte. Deshalb sandte Gott immer wieder Boten, welche die Führer des Volkes mahnen sollten (5.). Wir lassen Gott nicht nur indirekt in einem schlechten Licht erscheinen, wenn wir uns gegenseitig unterdrücken und übervorteilen; wenn wir Gottesdienste feiern, obwohl uns seine Ordnungen ansonsten gleichgültig sind, würdigen wir Gott herab und lassen ihn für andere Menschen klein und unbedeutend erscheinen (6.).

Jesus ist gekommen, um Barmherzigkeit und Gerechtigkeit zu bringen. Nun hat(te) jeder Mensch andere Vorstellungen davon, was der Messias tun werde – die Folge davon: Jesus handelt anders und die Menschen sind enttäuscht – obwohl Jesus genau so handelt, wie die Propheten es vorher angekündigt hatten (7.). Jesus ist uns in seinem Handeln auf der Erde Vorbild geworden. Wie viel Zeit hat Jesus aufgewandt, um Personen aus Randgruppen der Gesellschaft (Witwen, Kinder, Verachtete und Ausgestoßene wie Zöllner, Samariter, Aussätzige, Fremdlinge / Flüchtlinge ... zu helfen? Und wie sieht das bei mir aus (8.)? Die ersten Christen lebten nach Jesu Vorbild und ließen niemanden „unter die Räder kommen“. Dieses Verhalten, auch wenn es nicht nachhaltig gewesen sein mag, wird an keiner Stelle der Bibel getadelt, sondern durch die Sammlungen in anderen Gemeinden eher unterstützt (9.). Mit dem Sündenfall kam Leid und Not in die Welt. Weil Gott seine Schöpfung liebt und er Mitleid mit ihnen hat, sandte er seinen Sohn auf die Erde. Auch Jesus liebte die Menschen und hatte Mitleid mit ihnen. Wenn Jesus Menschen gesehen hat, hat er erkannt, was sie brauchen – und so konnte er es ihnen geben. Wenn uns das auch gelingt, haben wir keine trockene (gute) Botschaft, sondern lebendiges Evangelium (10.).

Gott hat in seiner Schöpfung die Sehnsucht nach Erlösung verankert. Dies lässt uns bewusst oder unbewusst Hoffnung haben, dass Gott die Dinge wieder gut machen wird. Unser Auftrag ist es, in unseren Mitmenschen diese Hoffnung zu wecken und wachsen zu lassen (11.). Das wird kaum möglich sein, wenn sich unsere Prioritäten und Werte von denen unserer Mitmenschen nicht unterscheiden. Denkt über diese Bereiche nach, ob unser Wesen dem unseres Vaters im Himmel schon ähnlicher geworden ist: echte Kommunikation (mit Gott und Menschen), Hingabe / Freude schenken, Frieden stiften, Not lindern, warmherzig barmherzig sein – in der Barmherzigkeit sollen wir vollkommen sein (12.).

Gemeinde, wie Gott sie sich vorstellt, ist präsent, indem sie einig, anders, würdig, dass Gott in ihr lebt / wohnt, ausdauernd und wirksam ist (13.).

PS: Die in Klammern gesetzten Zahlen beziehen sich auf die Wochennummern der Themen in den Studienheften zur Bibel.